Wir arbeiten nach einem 4-Phasen-Modell, das Vorbereitung, Diagnose, den CO₂-Laser und aktives Wundmanagement verbindet. So begleiten wir den funktionellen Entwicklungsprozess.
Osteopathie, Stillberatung & Logopädie bereiten die Zunge myofunktionell vor.
Wir prüfen Anatomie & Funktion genau. Nur bei Bedarf wird behandelt.
Der CO₂-Laser löst die Faszie präzise, blutungsarm und schnell.
Das Wundmanagement zu Hause sichert den langfristigen Erfolg.

Da sich die Anforderungen und die Bedürfnisse je nach Alter unterscheiden, passen wir unseren Behandlungsablauf ganz individuell an.
Bei unseren kleinsten Patienten setzen wir auf einen besonders sanften Ablauf ohne Nähte.
Ab dem Kindesalter wird die Behandlung an die sogenannte "Compliance" (die Mitarbeit und das Wohlbefinden) des Patienten adaptiert.
Der Eingriff erfolgt ambulant und dauert ca. 30 min. Eine örtliche Betäubung (Lokalanästhetikum) sorgt für Schmerzfreiheit. Gerade bei Kindern arbeiten wir mit positiv besetzter, kindgerechter Sprache, damit sie sich sicher und gut begleitet fühlen.
Unser Ziel ist eine ruhige, vertrauensvolle Atmosphäre. Die Betäubung lässt nach 1 bis 2 Stunden nach. Bitte beachten Sie, dass sie während dieser Zeit nur eingeschränkt fahrtüchtig sind. In den ersten Tagen nach dem Eingriff (gelegentlich bis zu fünf Tage) können Schmerzen auftreten. Diese lassen sich normalerweise gut mit Ibuprofen oder Paracatemol lindern.
Je nach Alter, Reife und individueller Situation Ihres Kindes stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
> Behandlung mit örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie)
Mit guter Vorbereitung und logopädischer Begleitung gelingt der Eingriff bei vielen Kindern problemlos in örtlicher Betäubung.
> Lachgassedierung (ab ca. 5 Jahren)
Voraussetzung ist eine sichere Nasenatmung. Lachgas wirkt angstlösend und entspannend, das Kind bleibt dabei jederzeit ansprechbar.
> Intubationsnarkose (ab 2 Jahren)
Möglich ab einem Körpergewicht von mindestens 12 kg und ohne gravierende Vorerkrankungen.
Welche Form der Behandlung sinnvoll ist, besprechen wir individuell im Vorfeld und treffen die Entscheidung gemeinsam mit Ihnen – abhängig von Alter, Kooperationsfähigkeit und medizinischer Ausgangssituation Ihres Kindes.
Ja. Bitte planen Sie mindestens ein bis zwei Wochen für eine myofunktionelle bzw. logopädische Vorbereitung ein. Eine gute Vorbereitung verbessert die Heilung und das spätere funktionelle Ergebnis deutlich.
Beispiele für Übungen vor und nach der Trennung erhalten Sie von uns.
Am Tag des Eingriffs sollten Sie ausreichend gegessen haben, damit der Kreislauf stabil bleibt. (Ausnahme: bei geplanter Sedierung oder Intubationsnarkose gelten die individuellen Nüchternheitsregeln, über die wir Sie gesondert informieren.)
Bitte sorgen Sie außerdem vorab dafür, dass zu Hause Folgendes bereitliegt:
ausreichend Wassereis oder Kühlmöglichkeit, geeignete Schmerzmedikamente (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol in altersgerechter Dosierung). Eine gute Vorbereitung erleichtert die ersten Tage nach dem Eingriff.
Für den Tag des Eingriffs stellen wir in der Regel eine Arbeits- bzw. Schulunfähigkeitsbescheinigung aus. Ob eine längere Krankschreibung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Verlauf, Alter und Befinden ab und wird bei Bedarf persönlich mit Ihnen besprochen. Auf Sport und körperlich anstrengende Aktivitäten sollte für etwa eine Woche verzichtet werden.
Komplikationen sind selten. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können jedoch in Einzelfällen folgende Risiken auftreten: vorübergehendes Taubheitsgefühl, Nachblutungen, Schmerzen oder Schwellungen, Infektion, Narbenbildung, unzureichender Behandlungserfolg bzw. erneute Anheftung (Reattachment), sehr selten Verletzungen benachbarter Strukturen.
Um Narbenbildung oder ein Wiederanwachsen des Zungenbandes zu vermeiden, ist die konsequente Durchführung der postoperativen Übungen und Nachsorgeempfehlungen entscheidend. Eine myofunktionelle Therapie vor und nach dem Eingriff ist ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungskonzeptes und trägt maßgeblich zu einem optimalen und langfristig stabilen Ergebnis bei.
Der CO₂-Laser ist eine hochpräzise und gewebeschonende Methode. Er arbeitet steril und ermöglicht ein blutungsarmes Lösen der verkürzten Gewebestrukturen. Dies sorgt für eine sichere Behandlung und unterstützt eine unkomplizierte Wundheilung.
Bei den von uns erbrachten Leistungen handelt es sich um Privatleistungen, die nicht
in den Leistungskatalogen der gesetzlichen (BEMA) oder privaten Krankenkassen (GOZ)
beschrieben sind und werden deshalb analog abgerechnet. Sie werden in der Regel
nicht von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bei privaten Versicherungen
werden die Kosten dann übernommen, wenn die Erstattung analoger Leistungen in
ihrem Vertrag mitversichert sind. Beihilfestellen erstatten häufig analoge Rechnungen.
Bitte bringen Sie als gesetzlich Versicherte die Gesundheitskarten soweit vorhanden
oder einen Versicherten-Nachweis mit Krankenkassennummer und
Versichertennummer mit.
Wir verwenden selbstauflösende Fäden. Diese lösen sich in der Regel innerhalb von 3–5 Tagen, gelegentlich auch zwischen 1 und 10 Tagen nach dem Eingriff von selbst auf.
Wenn sich die Fäden lösen, bildet sich im Wundbereich ein weißlicher Belag. Dabei handelt es sich nicht um eine Infektion, sondern um einen sogenannten Fibrinbelag – normales Heilungsgewebe, das sich im Rahmen der Wundheilung bildet und innerhalb von etwa zwei Wochen wieder verschwindet.
Für eine optimale Heilung ist es wichtig, die empfohlenen postoperativen Dehn- und Übungsanleitungen konsequent umzusetzen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere ausführlichen Nachsorgehinweise.
Das Lösen der Faszie ist der erste Schritt, die Nachsorge sichert den langfristigen Erfolg. Da Gewebe im Mund sehr schnell heilt, verhindert das Aktive Wundmanagement (AWM) über 4 Wochen ein funktionelles Verkleben. Es sorgt für eine optimale Heilung und trainiert die neue, freie Beweglichkeit.
Wissenschaftliche Hintergründe und die aktuelle medizinische Empfehlung finden Sie hier in unserem [offiziellen Statement zum aktiven Wundmanagement (PDF)].
Finden Sie hier schnelle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Symptomen, dem Ablauf der Laserbehandlung und den Kosten.